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Modul 2

In diesem Modul legen wir so richtig los. Wir erforschen deine Spiritualität (sie ist eine grosse Hilfe bei der Heilung!) und ich zeige dir verschiedene Körperübungen, mit denen du deinen Heilungs-Prozess unterstützen kannst!

Let's go!

❤️

Schau dir als erstes das Video an. Es wird dir helfen, dich und

deine Probleme besser zu verstehen. 

Nun möchte ich dir einige wertvolle Techniken vorstellen, mit denen du an belastenden Gefühlen arbeiten kannst. Weil ich dich nicht mit zu vielen Infos verwirren möchte, liegt der Fokus vor allem auf der Technik selbst. Falls du mehr über eine bestimmte Technik wissen willst, darfst du mich gerne anfragen oder selbst recherchieren. 

Focusing

 

Eugene T. Gendlin

Eugene T. Gendlin war ein amerikanischer Psychotherapeut. Er interessierte sich dafür, warum gewisse Menschen in Therapien gut voran kommen und andere nicht. Durch Untersuchungen fand er heraus, dass Menschen, die in Therapien gut vorwärts kommen, eine andere Selbstwahrnehmung haben. Sie beziehen ihre körperlichen Empfindungen nämlich mit ein, wenn sie über ein Problem sprechen. Aufgrund dieser Erkenntnis hat Gendlin die Focusing-Methode entwickelt. Mit der Methode kann man also sozusagen lernen, seine Körperempfindungen sprechen zu lassen. 

Um die Methode lernen zu können, musst du erst einmal wissen, was der Ausdruck "Felt Sense" bedeutet.

Der "Felt Sense" ist ein Körpergefühl, das entsteht, wenn du an ein Problem denkst. Es gibt für jedes Problem einen Felt Sense.

Sobald du weisst, wie du mit dem Felt Sense umgehen musst, kann er sich verändern. Wenn du beim Körpergefühl eine Entspannung zu spüren beginnst, wirkt sich das auf dein Problem aus. 

Kommen wir nun zur Methode.

Die sechs Focusing-Schritte

1. Freiraum schaffen

Entspanne dich und gehe mit deiner Aufmerksamkeit in deinen Körper. Stelle dir eine Frage wie beispielsweise: "Was ist im Moment für mich das Wichtigste?" Dann spürst du einfach einen Moment in deinen Körper rein. Du hörst ihm zu, so wie du einem Freund oder einer Freundin zuhören würdest. Ganz offen und ohne dir darüber Gedanken zu machen, was kommt. Wenn etwas auftaucht, dann machst du innerlich einen Schritt zurück. Das heisst, du versuchst nicht gleich, dich auf Details zu konzentrieren. Du nimmst das Gefühl wahr, aber ohne genau hinzuschauen. Dann fragst du dich, was du sonst noch fühlst. Wieder wartest du auf die Antwort. Das machst du so lange, bis du das Gefühl hast, dass du alle zur Frage gehörenden Teile aus deinem Unterbewusstsein geholt hast. 

2. Den Felt Sense kommen lassen

Nun kannst du unter diesen aufgetauchten Problemen eines auswählen. Mach das ganz intuitiv, ohne zu viel darüber nachzudenken. Du dringst immer noch nicht in das Problem hinein, sondern nimmst es aus der Ferne wahr. Wie jedes Problem hat auch dein ausgewähltes viele verschiedene Aspekte. Versuche, die Aspekte alle gleichzeitig zu fühlen und dich nicht auf ein Körpergefühl speziell zu konzentrieren.

3. Einen "Griff" finden

Wie ist der verschwommene Felt Sense? Wie fühlt er sich an? Lasse Wörter und Bilder kommen. Z.B. eng, bedrückend, grau, nervös. Bleibe in Kontakt mit dem Felt Sense.

4. Vergleichen

Falls du noch nicht ganz sicher bist, ob das Wort/Bild deinen Felt Sense wirklich gut beschreibt, dann höre auf dein Gefühl. Wenn ein Wort/Bild auftaucht, bei dem du denkst genau das ist es!, ist es das richtige. Manchmal musst du mit deiner Aufmerksamkeit mehrmals vom Wort/Bild zum Felt Sense wechseln und abgleichen, ob es für dich stimmt. Es kann sein, dass sich dabei plötzlich noch etwas Weiteres zeigt, das besser passt. Manchmal verändert sich auch plötzlich der Felt Sense. Dann brauchst du ein neues Wort/Bild, das den Felt Sense genau beschreibt. 

5. Fragen

Nun fragst du dich: "Woran liegt es, dass dieses Problem in mir dieses bestimmte Gefühl (das du vorher benannt oder mit einem Bild beschrieben hast) hervorruft? Konzentriere dich wieder auf das Körpergefühl, den Felt Sense. Wenn du ihn fühlst, frage dich: "Was macht das ganze Problem so...(hier setzt du dein Wort ein)?" Oder: "Was ist in diesem Gefühl?" Wenn du hier eine schnelle Antwort bekommst, ohne, dass sich der Felt Sense zu verändern beginnt, beziehungsweise leicht wird, lasse sie vorüberziehen. 

Denn gehst du wieder zum Felt Sense in deinem Körper zurück und stellst die Frage noch einmal. Bleibe in Kontakt mit dem Felt Sense, bis du einen "Shift" spürst, also eine körperliche Erleichterung und Entspannung. 

6. Annehmen und schützen

Nimm alles, was mit einem Shift kommt, mit einer freundlichen, offenen Haltung an. Geniesse kurz dieses Gefühl der Entspannung, auch wenn es nur leicht war. Es war ein erster Schritt und weitere Shifts werden folgen. Mach eine kurze Pause, bevor du eventuell weiter machst. 

Die Methode braucht natürlich Übung, aber sie ist wirklich wichtig für deinen Umgang mit Problemen und auch deinen Erfolg im Programm. Deshalb: Bleibe dran, auch wenn es nicht gleich von Anfang an so funktioniert, wie du es dir vorstellst. Wenn du Fragen hast, kannst du jederzeit auf mich zukommen! 

Hier findest du die Anleitung noch als Audio-Datei:

Emotional Freedom Technique (EFT)
Übungen für den Vagusnerv

 

1. Setze deine Stimme ein


Die Stimmbänder, die sich im hinteren Teil des Rachens befinden, sind mit dem Vagusnerv verbunden. Gurgeln, lautes Singen, Summen oder Singen aktiviert den Nerv und verbessert seine Spannung. Machst du das 6 Monate lang, kannst du deine Angst deutlich reduzieren.


2. Gönne dir eine Fussmassage


Die Fußreflexzonenmassage aktiviert den Vagusnerv, verringert die Sympathikusreaktion (Flucht- oder Kampfverhalten) und senkt den Blutdruck.


3. Nutze Kälte


Forschungen haben ergeben, dass das Eintauchen in kaltes Wasser die Aktivität des Vagusnervs auslöst, wodurch die Herzfrequenz sinkt. Nimm eine kalte Dusche, gehe an einem frostigen Tag nach draußen oder tauche die obere Hälfte deines Gesichts bis zu den Wangen in kaltes Wasser. 


4. Achte auf deine Ernährung


Eine fett- und kohlenhydratreiche Ernährung beeinträchtigt die Signalübertragung des Vagusnervs. Der Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln - wie Haferflocken, Brokkoli oder Chiasamen - verbessert dagegen den Vagustonus und damit die Signalübertragung.


5. Lache aus dem Bauch heraus


Lachen kann den Vagusnerv stimulieren und die Entspannung fördern. Suche dir also Dinge, die dich zum lachen bringen. Schau dir Youtube-Videos von Komiker*innen an. Abonniere lustige Instagram-Kanäle. Triff dich mit Freunden, die dich zum lachen bringen. Mache ein lustiges Spiel. Oder finde deinen ganz eigenen Weg, wieder mehr Humor und Lachen in dein Leben zu bringen. 


6. Meditiere


Die uralte Praxis stimuliert den Vagusnerv, verringert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, fördert die Entspannung und baut Ängste ab. Auf Youtube findest du ganz viele Anleitungen und geführte Meditationen.


7. Werde aktiv


Körperliche Bewegung fördert die Stimulierung des Vagusnervs und senkt  Stressreaktionen.


8. Puste auf deinen Daumen


Nimm deinen Daumen in den Mund und puste darauf, aber lasse die Luft nicht entweichen. Durch diesen seltsamen Trick wird der Vagusnerv aktiviert.


9. Atme tief durch


Eine langsame Zwerchfellatmung reduziert die Stressreaktion. Sie kann auch dazu beitragen, eine Panikattacke schnell zu beenden. Lege dich dazu auf den Rücken und lege ein kleines Buch auf deinen Bauch. Wenn du einatmest, hebst du das Buch an, und wenn du ausatmest, senkt sich das Buch. Wenn du das Zentrum der Atmung tiefer in deinen Körper verlagerst, fühlst du dich entspannter und hast dich besser unter Kontrolle.


10. Höre beruhigende Musik


Das Hören von entspannender Musik reduziert Angstgefühle.


11. Nutze Lavendel oder Neroliöl


Der Duft von Lavendel- und Neroliöl lindert Ängste.

Vergiss nicht:

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